Die Haut ist bei vielen Tätigkeiten großen Belastungen ausgesetzt, sei es durch Feuchtigkeit, Reinigungsmittel oder häufiges Händewaschen. Ein Hautschutzplan sorgt dafür, dass Beschäftigte ihre Haut gezielt schützen, schonend reinigen und anschließend pflegen. Gerade die Pflege wird dabei oft unterschätzt, obwohl sie für die Regeneration entscheidend ist. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein Hautschutzplan aufgebaut ist, worauf es bei der Hautpflege ankommt und wer einen solchen Plan braucht.
Was ist ein Hautschutzplan?
Ein Hautschutzplan ist eine übersichtliche Anleitung, die festlegt, wie Beschäftigte ihre Haut am Arbeitsplatz schützen, reinigen und pflegen. Er ordnet den jeweiligen Tätigkeiten passende Produkte zu und beschreibt, wann und wie diese anzuwenden sind. Damit ist er ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes. Ausgehängt am richtigen Ort, dient er als klare Orientierung für den Arbeitsalltag.
Warum Hautschutz am Arbeitsplatz wichtig ist
Die Haut ist unsere natürliche Schutzbarriere, und genau diese wird bei vielen Tätigkeiten beansprucht. Feuchtarbeit, der Kontakt mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln und häufiges Händewaschen können die Haut auf Dauer schädigen. Ausführliche Informationen zu beruflichen Hautgefährdungen bietet die Themenseite Haut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Bleiben Belastungen unbeachtet, drohen Hautprobleme, die die Arbeit erschweren. Ein durchdachter Hautschutz beugt genau dem vor und erhält die Gesundheit der Haut.

Was sind die drei Säulen des Hautschutzkonzepts?
Ein Hautschutzplan folgt einem einfachen Dreiklang, der die Haut über den gesamten Arbeitstag begleitet. Jede Säule hat dabei ihre eigene Aufgabe.
Hautschutz vor und während der Arbeit
Vor Arbeitsbeginn kommen Hautschutzmittel zum Einsatz, die die Haut auf die jeweilige Belastung vorbereiten. Sie unterstützen die natürliche Schutzfunktion und erleichtern später die Reinigung. Je nach Tätigkeit werden unterschiedliche Mittel eingesetzt, etwa für feuchte oder trockene Belastungen.
Hautreinigung so schonend wie möglich
Bei der Reinigung gilt der Grundsatz, so gründlich wie nötig und so schonend wie möglich vorzugehen. Aggressive Reiniger belasten die Haut zusätzlich, daher sollten sie zur Art der Verschmutzung passen. Besonders sanft gelingt die Reinigung mit unseren feuchten Waschhandschuhen, etwa dem LOFcare Waschhandschuh Typ neutral, der pH-hautneutral und parfümfrei ist und die Haut mit Aloe Vera und Vitamin E gleich bei der Reinigung pflegt. Eine schonende Reinigung schützt die Hautbarriere und verhindert unnötige Reizungen.
Hautpflege nach der Arbeit
Nach der Arbeit kommt die Hautpflege ins Spiel, die die Haut bei der Regeneration unterstützt. Pflegeprodukte versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und helfen, die natürliche Schutzbarriere wieder aufzubauen. Diese Säule wird im Alltag am häufigsten vergessen, ist für die langfristige Hautgesundheit aber besonders wichtig.
Warum die Hautpflege so entscheidend ist
Während Hautschutz und Reinigung meist selbstverständlich sind, wird die Pflege oft zur Nebensache. Dabei entscheidet gerade sie darüber, ob sich die Haut von den täglichen Belastungen erholen kann. Regelmäßige Pflege nach Feierabend und in den Pausen unterstützt die Regeneration und beugt trockener, rissiger Haut vor. Wer die Pflege konsequent einhält, sorgt dafür, dass die Haut auch bei dauerhafter Beanspruchung widerstandsfähig bleibt. Am wirksamsten ist sie, wenn sie fest zur täglichen Routine gehört und nicht nur bei bereits gereizter Haut angewendet wird.
Wie ein Hautschutzplan aufgebaut ist
In der Praxis ist der Hautschutzplan meist eine Tabelle, die für jede Tätigkeit die passenden Produkte auflistet. Üblich sind Spalten für den Arbeitsbereich, die Belastung, das jeweilige Mittel für Schutz, Reinigung und Pflege sowie Hinweise zur Anwendung. So sieht jeder Beschäftigte auf einen Blick, welches Produkt wann zum Einsatz kommt. Ein klar strukturierter Plan ist die Grundlage dafür, dass er im Alltag auch wirklich genutzt wird.
Wer einen Hautschutzplan braucht
Ein Hautschutzplan ist überall dort sinnvoll, wo die Haut regelmäßig beansprucht wird. Dazu zählen unter anderem folgende Bereiche:
- Gesundheitswesen und Pflege: durch häufiges Händewaschen und Desinfizieren.
- Reinigung und Hauswirtschaft: durch Feuchtarbeit und Reinigungsmittel.
- Lebensmittelbereich und Gastronomie: durch Hygieneanforderungen und Feuchtigkeit.
- Handwerk und Industrie: durch Kontakt mit belastenden Stoffen.

Hautschutzplan erstellen: Schritt für Schritt
Mit einem strukturierten Vorgehen lässt sich ein Hautschutzplan zuverlässig aufbauen. Die folgenden Schritte helfen dabei.
1. Belastungen ermitteln
Erfassen Sie zunächst, welche Tätigkeiten die Haut wie stark belasten. Feuchtarbeit, der Umgang mit bestimmten Stoffen oder häufiges Händewaschen sind typische Faktoren. Diese Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für die Produktauswahl.
2. Passende Produkte zuordnen
Ordnen Sie jeder Belastung geeignete Mittel für Schutz, Reinigung und Pflege zu. Achten Sie darauf, dass die Produkte zur jeweiligen Tätigkeit und Hautbeanspruchung passen. Fachliche Orientierung bietet dabei das Sachgebiet Hautschutz der DGUV mit seiner Allgemeinen Präventionsleitlinie Hautschutz. Bei der Auswahl unterstützt Sie im Betrieb in der Regel zusätzlich eine fachkundige Beratung.
3. Plan aushängen und schulen
Hängen Sie den fertigen Plan gut sichtbar dort aus, wo er gebraucht wird, etwa an Waschplätzen. Weisen Sie die Beschäftigten in die Anwendung ein, damit die Maßnahmen im Alltag auch umgesetzt werden. Regelmäßige Auffrischungen halten das Thema präsent.
Hände richtig abtrocknen und Hautgesundheit
Zur Hautgesundheit gehört auch das richtige Abtrocknen der Hände. Feuchtigkeit, die zwischen den Fingern zurückbleibt, kann die Haut zusätzlich reizen, weshalb gründliches, aber sanftes Abtrocknen wichtig ist. Weiche, hautfreundliche Einwegtücher, wie Sie sie in unserer Kategorie Pflege- und Reinigungstücher finden, unterstützen dabei und vermeiden unnötige Belastungen. In vielen Betrieben ergänzen ein fester Wechselrhythmus und klare Zuständigkeiten diesen Teil der Hygiene.

Häufige Fehler
Viele Probleme entstehen weniger durch den Plan selbst als durch seine Anwendung. Diese Fehler sollten Sie vermeiden:
- Pflege vergessen: ohne regelmäßige Pflege kann sich die Haut nicht erholen.
- Falsche Produkte: Mittel, die nicht zur Belastung passen, wirken schlechter.
- Zu aggressive Reinigung: sie belastet die Hautbarriere zusätzlich.
- Plan nicht sichtbar: was niemand sieht, wird auch nicht angewendet.
Fazit
Ein Hautschutzplan bringt Struktur in den Umgang mit der Haut am Arbeitsplatz und verbindet Schutz, Reinigung und Pflege zu einem sinnvollen Ganzen. Gerade die Pflege ist dabei der Schlüssel, damit sich die Haut von den täglichen Belastungen erholen kann. Als Faustregel gilt: schützen vor der Arbeit, schonend reinigen und nach der Arbeit konsequent pflegen. Passende Produkte für die schonende Reinigung und Pflege finden Sie in unserem Loftex Shop. Wer diesen Dreiklang einhält und den Plan sichtbar im Alltag verankert, erhält die Gesundheit der Haut langfristig.
Häufige Fragen
Rund um den Hautschutzplan tauchen immer wieder dieselben Fragen auf. Die wichtigsten beantworten wir Ihnen hier kompakt.
Was gehört in einen Hautschutzplan?
Ein Hautschutzplan enthält für jede Tätigkeit die passenden Mittel zu Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege sowie Hinweise zur Anwendung. Meist ist er als übersichtliche Tabelle aufgebaut.
Warum ist die Hautpflege so wichtig?
Die Pflege unterstützt die Haut bei der Regeneration und hilft, die natürliche Schutzbarriere wieder aufzubauen. Ohne sie kann sich die Haut von täglichen Belastungen nur schwer erholen.
Wer braucht einen Hautschutzplan?
Sinnvoll ist er überall dort, wo die Haut regelmäßig beansprucht wird, etwa in Pflege, Reinigung, Lebensmittelbereich, Handwerk und Industrie. Grundlage ist die Beurteilung der jeweiligen Belastungen.
Wie oft sollte die Haut gepflegt werden?
Am besten wird die Pflege fest in den Arbeitsalltag eingebaut, etwa nach der Arbeit und in Pausen. Regelmäßigkeit ist wichtiger als die einmalige Anwendung bei bereits gereizter Haut.
Welche Produkte gehören in den Hautschutzplan?
In den Hautschutzplan gehören drei Produktgruppen, passend zu den drei Säulen: ein Hautschutzmittel für vor und während der Arbeit, ein mildes Reinigungsprodukt für die Hautreinigung und ein Pflegeprodukt für nach der Arbeit. Die Auswahl richtet sich nach der tatsächlichen Belastung am Arbeitsplatz. Legen Sie pro Säule genau ein Produkt fest statt mehrerer Alternativen, sonst weiß im Alltag niemand, was gilt. Jedes Produkt wird namentlich eingetragen, zusammen mit der Körperstelle und dem Zeitpunkt der Anwendung.
